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Kunstwerkstatt – Konzept

Kunstwerkstatt – Konzept

Die Kunstwerkstatt am Kolleg St. Blasien bietet für alle Kinder und Jugendliche aus der Region ein vielfältiges Programm für künstlerisch-ästhetische Bildung an. Die vielseitigen Kurse, Workshops und Ferienkurse ermöglichen Zugang zu verschiedenen Bereichen in der Bildenden Kunst und dem zeitgenössischen Tanz.

Die Kunst am Kolleg

Sie liegt etwas versteckt. In der Nähe der Neubaupforte auf dem Weg zum Hallenbad. Hinter einem bunt bemalten Tor und einem Treppenaufgang: die Kunstwerkstatt am Kolleg St. Blasien.

Die Kunstwerkstatt ist eine noch junge Kollegs-Institution. Ihr Potenzial und ihr Wirkungsbereich fallen, ähnlich wie ihre Lage erst auf den zweiten Blick so richtig auf.

Junge Kollegs-Institution – die Kunstwerkstatt

Das junge Kunst-Atelier ist ein besonderer Ort. Denn hier können die Kinder und Jugendlichen ihrem Ideenreichtum freien Lauf lassen, ihre eigene Kreativität entdecken und ausleben.

Die Kunstwerkstatt ist ein Ort, an dem Bildende Kunst und künstlerische Freiheit ineinander verschmelzen.

Ein Ort, der einen einmaligen Gegenpol zum strukturierten Schul- und Lebensalltag darstellt.

Damals: Werkraum – heute: Kunstwerkstatt, Atelier, Kreativ-Studio

Angefangen hat alles als Werkraum. Mit Frau Walter haben die Kollegsschülerinnen und -schüler einige Jahrzehnte lang gebastelt, gebaut und Kreatives ausprobiert – beispielsweise Zinn gegossen und das Stabpuppentheater auf die Beine gestellt.

2009 hat Frau Holzwarth die Leitung übernommen. In enger Zusammenarbeit mit der Internatsleitung hat sich der damalige Werkraum Schritt für Schritt verwandelt: über ein Atelier mit Kurssystem hin zu einer im Jahr 2014 eröffneten Kunstwerkstatt mit öffentlichem Programm.

Die Kreativ-Stätte wurde gezielt gefördert, ausgebaut sowie in den Strukturen und der Ausstattung professionalisiert und erweitert. Ein erlesenes Dozententeam wurde aufgebaut, bestehend aus Kunstschaffenden der Bildenden Kunst sowie Theater-, Tanz- und Kunstpädagoginnen und -pädagogen.

Künstlerische Angebote für die Kollegsgemeinschaft

Das Ziel: künstlerisches Denken und Schaffen von Kindern und Jugendlichen zu fördern. Es sollte ein fester Ort gegründet werden, an dem sie Dinge in einem geschützten Rahmen ausprobieren können. Ein Ort, der ihnen einen Ausgleich zum getakteten Schulalltag bietet. Ein Ort, an dem ein völliger Perspektivwechsel möglich ist. Denn hier stehen nicht Begabung und Talent an erster Stelle: Jede und jeder kann schöpferisch, künstlerisch tätig werden.

Klassische Kunst, Modern Art & Performance Kunst

Die Angebote sind vielfältig. Es gibt einige klassische Kurse, beispielsweise zu Malerei, Zeichnung, Grafik, Skulpturen und Bildhauerei, aber auch immer wieder neue experimentelle Impulse aus den Bereichen Modern und Performance Art.

Ferienworkshops für Kinder und Jugendliche aus der Region

Die Besonderheit der Kunstwerkstatt: Es gibt Arbeitsgemeinschaften und freie Atelierzeiten für die Kollegsschülerinnen und -schüler, aber auch Workshops und Kurse für Kinder - auch schon im Grundschulalter-, Jugendliche und Familien aus der Region.

Zugrunde liegt hierbei der Gedanke, möglichst vielen Menschen Zugang zu Kunst und künstlerischer Aktivität zu bieten. So finden in den Schulferien und an Wochenenden spannende Kurse statt, zum Beispiel zu Action Painting, Street Art oder Upcycling.

Adventswerkstatt & Mitwirkung am Holzbildhauersymposium

Auch die eigens initiierte Adventswerkstatt, die jedes Jahr während des St. Blasier Weihnachtsmarkt geöffnet hat, ist in der Umgebung zu einer beliebten Anlaufstelle geworden. Genauso wie die jährliche Beteiligung am stadteigenen Holzbildhauersymposium. Auf einer künstlerischen Spielwiese können die großen und kleinen Besucherinnen und Besucher neue Werke entwickeln, die sich aus und mit Holz kreieren lassen.

Wunsch für die Zukunft: Öffnung nach innen

Für die Zukunft hat sich das Kunstwerkstatt-Team ein nächstes Ziel gesetzt: die Öffnung nach innen weiter auszubauen. Noch mehr Kollegsschülerinnen und -schüler sollen intensiver von den Angeboten des Ateliers profitieren.

Inspirierende, weitläufige Räumlichkeiten

Die Rahmenbedingungen sind da. Die weitläufige, großzügig ausgestattete Kunstwerkstatt ist den verschiedenen Arbeitsfeldern entsprechend eingerichtet und bietet eine inspirierende Atmosphäre: Zeichentische, Staffeleien, Werktische, Töpferscheiben. Sogar ein eigener Brennofen und eine Druckpresse sind für die jungen Künstlerinnen und Künstler nutzbar.

Jedes Jahr können die Schülerinnen und Schüler zwischen verschiedenen Arbeitsgemeinschaften wählen. Angeboten werden zum einen bewährte Kurse wie Töpfern, Malerei, Zeichnung und offenes Atelier. Zum anderen gibt es auch immer wieder neue Anreize, wie zum Beispiel plastisches Arbeiten mit Stein und Gips.

Enge Experten-Betreuung: wertfrei und wertvoll

Betreut werden die Kursteilnehmerinnen und -teilnehmer von gestandenen, selbst praktizierenden Künstlerinnen und Künstlern aus der Region.

Dadurch ist ein wertvoller Austausch möglich. Es besteht die Gelegenheit, auf Wunsch Experten-Feedback einzuholen, das frei von jeglicher Bewertung ist - gleichzeitig aber wertvolle Impulse zur Weiterentwicklung bietet. Dank der begrenzten Gruppengrößen ist auch eine nähere und individuellere Betreuung möglich.

Künstlerischer Ansatz: Spagat zwischen Tradition und Moderne

Das Atelier-Team um Frau Holzwarth setzt bei der Kurswahl und -gestaltung auf eine Philosophie, die einen Spagat zwischen Tradition und Moderne, Wissensbereitstellung und künstlerischer Freiheit wagt.

Einerseits wird Traditionelles vermittelt, von Kunst-Ikonen gelernt und darauf geschaut, wie die Kunst gewachsen ist und wie sie sich entwickelt hat.

Andererseits gibt es auch sehr viel Freiraum für eigene Ideen und Themen, die die Jugendlichen aktuell beschäftigen.

„Es ist nicht schlimm, wenn es nicht perfekt ist.“

Oft sind es gerade die Schülerinnen und Schüler, die Anregungen einfließen lassen und sagen, worauf sie Lust haben. Beispielsweise bringen sie Figuren aus Computerspielen mit, die sie nachbauen, zeichnen Mangas oder Comics nach.

Die Kursteilnehmerinnen und -teilnehmer schätzen das eigenverantwortliche Schaffen und die Freiheit, die ihnen das Atelier neben dem Schulalltag bietet: „Hier ist es meine Entscheidung, was ich anfertige. Und es ist nicht schlimm, wenn etwas nicht perfekt ist“, reflektiert eine Schülerin, die regelmäßig das freie Atelier besucht. Durch die individuelle Betreuung und den Austausch mit anderen könne sie sich in ihrem eigenen Tempo verbessern.

Die Kunst als Lebenstraining

Die Kunstwerkstatt ist ein Ort, an dem mit den Kindern und Jugendlichen unbewusst etwas Bewegendes geschieht: Sie werden stärker und selbstbewusster. Das künstlerische Schaffen ist eine Art Lebenstraining, durch das sie sich weiterentwickeln.

Viele sagen vorher: „Ich kann das nicht.“ Doch das ändert sich schnell.

Der fehlende Druck hilft ihnen spürbar dabei, sich selbst näher kennenzulernen. Durch Ausprobieren merken sie, welche Fähigkeiten ihnen liegen und was ihnen Spaß macht.

Kunstwerkstatt als Frei-Raum

Dazu gehört die Erfahrung, dass manche Dinge nicht so funktionieren, wie sie sich das vorgestellt haben. So wie das im echten Leben auch passieren kann. Das Entscheidende ist jedoch, dass sie hier lernen, damit umzugehen und positive Reaktionen auf vermeintliche Rückschläge entwickeln.

In der Kunstwerkstatt geht es darum, sich selbst etwas zuzutrauen, zu probieren, zu machen – ohne sich um Wertungen Gedanken zu machen. Etwas, das im Schul- und Lebensalltag schwer möglich ist, können die Kinder und Jugendlichen hier erfahren.

Kontakt/Leitung: Simone Holzwarth
Telefon: 07672/27-238 (AB)
Mobil: 01522/6957342
E-Mail: kunstwerkstatt [at] kolleg-st-blasien [dot] de

 

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