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Digitale Bildung
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Schule in Corona-Zeiten

Die Weihnachtsferien 2020/2021 sind vorbei, für die Kollegianerinnen und Kollegianer begann direkt im Anschluss der digitale Fernunterricht. In diesem Schuljahr ist wegen Corona vieles anders. Wie genau wird der Schulalltag aussehen? Die Badische Zeitung (8. Januar 2021) hat darüber mit unserem Schulleiter Michael Becker gesprochen:

"Für alle 840 Schülerinnen und Schüler beginnt am Montag der digitale Unterricht. Basis ist die sogenannte Lernplattform, eine Art schulinternes Intranet, über das sich Schüler und Lehrer miteinander vernetzen. Hier werden Aufgaben bereitgestellt, Videokonferenzen abgehalten oder Lehrkräfte können Chats initiieren, die vorläufig eine Lehrer-Schüler-Diskussion im Klassenzimmer ersetzen müssen. Klausuren allerdings dürfen nicht digital geschrieben werden, das sei nur in Präsenz von Schülern und Lehrern möglich, erklärt Michael Becker. Die Lernplattform gilt für interne und externe Schüler gleichermaßen. Während sich die Internatsschüler mit ihren Tablets in den Klassenräumen des Kollegs verteilen, arbeiten die rund 600 externen Schüler von zuhause aus. Ein Problem dabei: Bei einigen externen Schülern ist zuhause die Internetverbindung zu schwach, um am Fernunterricht teilzunehmen. "Diesen Schülern bieten wir an, herzukommen", so Becker. Auch eine Notbetreuung in den Klassenzimmern ist organisiert. Bis zu 35 Schüler hatten im Frühjahr 2020 daran teilgenommen.
Wie die Schüler werden die meisten Lehrer ebenfalls von zuhause aus arbeiten. Um den Fernunterricht von den Erfahrungen des vergangenen Jahres aus weiter zu optimieren, hatte das Kolleg unter anderem in Tablets und Lehrerfortbildungen für den Digitalunterricht investiert. Was Michael Becker geärgert hat, sei, wie er sagt, der enorme bürokratische Aufwand, der nötig war, um die versprochenen finanziellen Mittel des Digitalpakts einzulösen. "Wir haben im Haus dann erst mal selbst Investitionen getätigt", so Becker.
Was den Bildungserfolg des Fernunterrichts betrifft, macht sich Michael Becker keine Sorgen. Er beobachtet aber, dass die Schülerinnen und Schüler mit dem digitalen Lernen unterschiedlich gut zurechtkommen. Für die, die es im normalen Schulbetrieb gut hinbekommen und die eigenständig arbeiten können, laufe der Fernunterricht prima. Andere dagegen, die abtauchen, wie Michael Becker sagt, an die man schlecht herankomme, würden Gefahr laufen, den Anschluss zu verpassen. Damit der persönliche Kontakt nicht abreißt, bieten die Lehrkräfte ihren Schülern regelmäßige Sprechzeiten an. Onlinesprechstunden gibt es auch für die Eltern – sie werden außerdem per E-Mail und Rundmail über die aktuellen Entwicklungen informiert.
Auch das Internatsleben und die außerschulischen Aktivitäten verändern sich im Lockdown. So müssen alle der fast 50 Arbeitsgemeinschaften pausieren – Sport, Orchester, Chor und vieles andere mehr: Alles fällt weg. Die Internatsschüler untereinander dürfen sich schon treffen, denn das Internat gilt als ein Haushalt. Regeln gibt es trotzdem. So dürfen sich nur die Fünft- bis Siebtklässler miteinander mischen, die übrigen Schüler sind in ihren Kontakten jeweils auf ihre eigene Jahrgangsstufe beschränkt, die großen Jahrgänge sind sogar geteilt, damit, falls sich jemand ansteckt, nicht allzu viele Schüler in Quarantäne müssen. Die einzelnen Gruppen unter sich dürfen die Freizeit gemeinsam verbringen.
Unter der Ungewissheit, wann wieder Normalität einkehren wird, leidet die ganze Kollegsgemeinschaft. "Eigentlich hatten wir uns darauf vorbereitet, dass mit dem Schulanfang nach den Weihnachtsferien die Klassen 11 und 12 Präsenzunterricht bekommen und die unteren Klassen das rollierende System, was ja nun nicht der Fall ist. Jetzt hoffen wir, dass der Unterricht ab 18. Januar für die Abschlussklassen wieder in der Schule stattfinden kann", so Becker. Da das Abitur sowieso schon nach hinten verschoben worden sei, sehe man für die Prüfungen erst mal keine Probleme."
Quelle: Badische Zeitung (8. Januar 2021)


Medienkompetenz

Medienbildung und somit die Vermittlung von Medienkompetenz gehört zu unseren zentralen Bildungszielen. Heute leben Kinder und Jugendlichen in einer Mediengesellschaft, die sich in einem rasant technologischen Wandel befindet. Digitale Medien sind aus der Lebenswelt junger Menschen nicht mehr wegzudenken und die Nutzungsdauer steigt stetig an. Im Bundesdurchschnitt sind Jugendliche zwischen 16 und 18 Jahren gegenwärtig täglich über drei Stunden im Internet. Sehr viele Kinder haben bereits in der Unterstufe ein eigenes, internetfähiges Handy bzw. Smartphone und besitzen damit auch einen zeit- und ortsunabhängigen Zugang zu sozialen Netzwerken und allen anderen, auch jugendgefährdenden Inhalten. Damit gehen wir bewusst um:

ITG - Kompetenter Umgang mit Computer und Internet für alle

Am Kolleg wird gemäß Bildungsplan des Landes Baden-Württemberg das Fach Informationstechnische Grundbildung (ITG) unterrichtet. Die Schülerinnen und Schüler werden dadurch bereits ab der Klassenstufe 5 in die Lage versetzt, selbstständig informationstechnische Werkzeuge einzusetzen. Sie lernen, Informationen im Internet zu beschaffen, mit verschiedenen Programmen (z.B. Bildbearbeitung) aufzubereiten und auch zu präsentieren. Darüber hinaus lernen sie, sich im Internet und in sozialen Netzwerken sicher zu bewegen, erfolgreich zusammen zu arbeiten und zu kommunizieren. In Klassenstufe 9 legt der ITG - Unterricht die Grundlagen für das Wahlfach Informatik der Kursstufe (u.a. Aufbau eines Rechners, Programmieren). Auch Grundlagenwissen zum Thema Datenschutz und Sicherheitsvorkehrungen gegen Gefahren aus dem Netz werden vermittelt.

Sicher im Netz – Prävention für Eltern und Kinder in Kooperation mit der Polizei

Zusätzlich zum unterrichtlichen Angebot im Fach ITG gibt es in Sachen Internet eine Aufklärungsveranstaltung mit Beamten der Polizeiwache Waldshut. Diese Veranstaltung wird in der Regel zu Beginn der Klasse 6 durchgeführt und umfasst das gemeinsame Anschauen eines Präventionsfilmes und ein anschließendes 90-minütiges Gespräch im Klassenverband. Im Vorfeld sind alle Eltern der Sechstklässler zu einem Informationsabend mit den Polizeibeamten eingeladen.

Bücher und Zeitschriften - hervorragende Kollegsbibliothek mit besonderen Angeboten für Kinder

Die neue Kollegsbibliothek ist seit dem Schuljahr 2007/08 in Betrieb. Zur Zeit ist ein Team von fünfzehn ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie einer hauptamtlichen Bibliothekarin für die Kollegianer da. Die moderne Bibliothek umfasst derzeit rund 13.500 Medien (Bücher, Zeitungen und Zeitschriften, CD-ROMs usw.) sowie einen großen Altbestand; wir rechnen mit einem endgültigen Bestand von etwa 25.000 neuen Medien. Die attraktive Bibliothek führt Sach- und Fachliteratur für alle Alters- und Klassenstufen sowie für sämtliche Fachbereiche bzw. Schulfächer. Darüber hinaus finden sich Belletristik sowie Jugendliteratur in deutscher und in anderen Sprachen. Ein großer Teil des Bestandes kann ausgeliehen werden und ist im Freihandbereich zugänglich; ein kleinerer Teil unserer Medien (vor allem Nachschlagewerke sowie Lernhilfen) steht nicht zur Ausleihe zur Verfügung, sondern ist für alle jederzeit im historischen Lesesaal einsehbar.

Aktivitäten am Nachmittag - Vielfalt von außerschulischen Arbeitsgemeinschaften

Neben der schulischen Förderung ist am Kolleg ebenso eine ausgeglichene Gestaltung der Freizeit ohne Computernutzung wichtig. Es gibt eine große Vielfalt von etwa 50 außerschulischen Arbeitsgemeinschaften und weit gefächerten Freizeitmöglichkeiten: Sportaktivitäten im eigenem Sportverein, Musik in Ensembles und Chören, Atelier im großen Werkraum, Theater auf mehreren Bühnen etc. Das Kolleg St. Blasien hat das Ziel, Schülerinnen und Schüler in ihrer ganzen Persönlichkeit zu fördern.

In der Schule konzentriert – Keine Mobiltelefone am Schulvormittag

Handyverbot: Praktisch bedeutet diese Regelung, dass Kommunikations- und Unterhaltungsmedien am gesamten Unterrichtsvormittag (auch vor Beginn des Unterrichts) nicht benutzt werden dürfen. Dies gilt ausdrücklich auch für Vertretungsstunden und für die Unterrichtsstunden am Nachmittag. Ausnahme bilden die beiden genannten Bereiche (Aquarium und Externenraum), die aber nur für die Kursstufe gelten.