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Ein Tag im Internat
Ein Tag im Internat

Ein Tag im Internat

Wie ist das Leben im Internat?

Es ist 7 Uhr morgens. Draußen ist es noch dunkel, schwarzwaldtypisch frisch und vollkommen ruhig. Ganz im Gegensatz zu hier drinnen: Vor und im Speisesaal 2 tummeln sich Schülerinnen und Schüler, Geschirr klappert und aufgeweckte Stimmen beleben die Gänge.

Ich treffe mich mit Cara und Linus, die beide das Internat des Kolleg St. Blasien besuchen. Heute begleite ich sie den Tag über, um mehr über ihr Leben im Internat zu erfahren: Wie ist es wirklich, im Internat zu wohnen? Wie sieht der Alltag im Internat aus? Welche Vorstellungen über das Internatsleben stimmen - und welche nicht? 
Besonders gespannt bin ich deshalb, weil ich das Kolleg selbst als externe Schülerin besucht habe (Abi 2012). Heute erhoffe ich mir einige Einblicke und Antworten, die ich damals nicht erhalten habe.

Cara und Linus
Cara und Linus

Während ich mir noch etwas unbeholfen einen Überblick über das reichhaltige Frühstücksbüffet verschaffe, gehen den Internatsschülern die morgendlichen Handgriffe geübt von der Hand. „Wer eine Laugenstange möchte, sollte schnell sein“, rät mir Linus.

Verschiedene Gründe fürs Internat

Cara und Linus besuchen gemeinsam die 9b des Allgemeinbildenden Gymnasiums mit Internat für Mädchen und Jungen. Sie sind über unterschiedliche Wege ans Kolleg nach St. Blasien gekommen: Linus‘ ältere Geschwister gingen auch schon aufs Kolleg – so war für ihn schon nach der Grundschule klar, dass er auch hierher möchte. Caras Familie hat über Bekannte vom Kolleg, samt der vielen Möglichkeiten vor Ort, erfahren – und ist dann als Siebtklässlerin nach St. Blasien gekommen.

Morgenroutine im Internat

Der Morgen im Internat läuft routiniert ab: Bis einschließlich der neunten Klasse werden die Schülerinnen und Schüler um 6:30 Uhr von ihren Erziehern und den diensthabenden Nachtschwestern geweckt. Das Frühstück um 7 Uhr nutzen sie dann, um in Ruhe in den Tag zu starten und sich mit ihren Freunden auszutauschen.

Unterschied zu anderen Schulen

Morgens merken sie auch den größten Unterschied zu ihren vorherigen Schulen: Früher war der Schulweg mit einer längeren Busfahrt verbunden. Heute sind es für sie nur wenige Meter von ihren Zimmern, zum Frühstück und schließlich zum ersten Unterricht.

Tatsächlich stehen wir kurze Zeit später im Gebäudeflügel der naturwissenschaftlichen Fächer. Auf dem Programm stehen heute eine Doppelstunde Chemie, eine Doppelstunde Deutsch und eine Einzelstunde Gemeinschaftskunde.

Gemeinsamer Unterricht von internen und externen Schülern

Atombau, Schmelzpunkt, Dichte - alte Erinnerungen werden bei mir wach. Einige Dinge scheinen zu meiner Schulzeit gleichgeblieben. Zum Beispiel der zum Einsatz kommende Overheadprojektor, der zahlreiche Schülergenerationen zwar nicht immer funktionierend, aber dennoch treu begleitet hat.

Generell wird der Schulalltag hier jedoch immer digitaler. Das Kolleg St. Blasien ist eine der wenigen Schulen, die den digitalen Einstieg rechtzeitig geschafft hat – und regelmäßig mit dieser Option arbeitet. Linus schätzt den Einsatz von digitalen und analogen Unterrichtsmaterialien auf 50/50. Beispielweise werden auf der online Plattform „It’s learning“ regelmäßig Aufgaben zum Bearbeiten hochgestellt.

Unterrichtsmethoden in St. Blasien: analog und digital

Linus begrüßt diese Entwicklung, findet es aber genauso wichtig, manche Dinge auch weiterhin „oldschool“ zu lernen. Durch analoges Schreiben könne er manche Dinge erst richtig verstehen und besser behalten.

In der Deutsch-Einheit sitze ich neben Cara. Die letzte Stunde vor der Klassenarbeit steht an. Die beste Gelegenheit, um nochmal zu üben und zu wiederholen: Wie ist eine Kurzgeschichte aufgebaut, welche Merkmale hat sie, was ist der Unterschied zwischen Beschreiben und Deuten?

„An die vielen Doppelstunden gewöhnt man sich“, sagt Cara. Dennoch falle es vielen manchmal schwer, sich so lange am Stück zu konzentrieren. Aufgelockert wird der Schulalltag deshalb von zwei längeren Pausen, die die Schülerinnen und Schüler meistens mit ihren Freunden an der frischen Luft verbringen.

In der letzten Schulstunde für heute geht es darum, was Populismus und Extremismus bedeutet, wie man sie unterscheidet und vor allem darum, wie man sie erkennt.

Gemeinsames Mittagessen im Speisesaal

Mit dem Gong endete damals mein Tag als externe Schülerin am Kolleg. Heute nimmt er erst so richtig Fahrt auf. Ich begleite die beiden zum Mittagessen.

Natürlich ist das Mittagessen, wie in allen Haushalten mit Jugendlichen am Tisch, ein oft ambivalent diskutiertes Thema. Doch generell sind die beiden zufrieden mit dem Essen im Internat:

„Es gibt immer eine gute Auswahl, so ist für jeden etwas dabei“, berichtet Cara. Manche Gruppen, wie beispielsweise ihre, haben sich für eine festgelegte Sitzordnung entschieden, die zwischen jeder Ferieneinheit wechselt: „damit wir uns auch mal mit anderen austauschen, nicht immer nur mit unseren Freunden“, erklärt mir die 15-Jährige. Genauso wechselnd ist auch der tägliche Tischdienst, der für Ordnung sorgt, nachdem alle aufgegessen haben. Nach einem gemeinsamen Gebet und der obligatorischen Tagesansage, bei der die besonderen Programmpunkte des Tages verkündet werden, strömen die Schülerinnen und Schüler auseinander. 

Pause nach dem Mittagessen: Individuelle Freizeitgestaltung

Die Mittagsplanung der Internatsschülerinnen und -schüler ist individuell: Es gibt eine Vielzahl an Arbeitsgemeinschaften und Projekten, denen sie sich anschließen können. Linus hilft beispielsweise beim Umbau des Projekts Schulteich mit. Cara macht sich in dieser Zeit auf zur Mathenachhilfe.

Das Herzstück des Internats: die Wohngruppe

Danach begleite ich die Neuntklässlerin zu ihrem Zimmer und nutze die Gelegenheit, endlich einen Blick in das Herzstück des Internatslebens zu werfen: die Gruppe. Cara wohnt mit den Schülerinnen ihrer Jahrgangsstufe „in der Mühle“. Das Gebäude, in dem ein Teil der Internatsschülerinnen lebt, ist nur wenige Meter von der Altbaupforte des Kollegs entfernt.

Hier teilen sich die Mädchen nicht nur Gemeinschaftsräume und Bäder, sondern auch ihre Zimmer. Cara wohnt mit einer Klassenkameradin zusammen, mit der sie sich auf Anhieb sehr gut verstanden habe. Das erleichtere das Zusammenleben auf so engem Raum ungemein, sagt sie.

Die Zimmereinrichtung ist minimalistischer, als ich sie mir vorgestellt habe: Ein Stockbett, zwei Schränke, ein Tisch mit Stühlen, Kommode, ein Waschbecken - viel mehr ist da nicht.

Ihr Zimmer zu Hause sei schon anders eingerichtet, doch vermissen würde sie kaum etwas. „Man merkt schnell, was man braucht beziehungsweise nicht braucht. Man wird pragmatischer und lernt mit dem zu arbeiten, was man hat.“ Gemütlicher haben es sich die Mädchen mit ein paar selbst mitgebrachten Dingen gemacht, etwa einem Spiegel und einer Lichterkette.

Wie ist das denn mit der Privatsphäre, wenn sie dauerhaft mit einer anderen Person in einem Zimmer lebt?

Zusammenleben auf der Gruppe

„Ich bin zum Glück ein Mensch, der nicht so viel Privatsphäre braucht. Wenn jemand doch mal seine Ruhe haben möchte oder sich zurückziehen will, können wir das hier ganz offen ansprechen. Hierfür finden wir immer eine Lösung.“

Linus‘ Gruppe befindet sich innerhalb des Schulgebäudes. Hier wohnt er mit circa 20 weiteren Jungen zusammen - jeweils in zweistöckigen Viererzimmern. Zwei Betten stehen im unteren Bereich, zwei auf einer kleinen Empore, die über eine schmale Wendeltreppe zu erreichen ist. Die Schlafnische mit zwei Einzelbetten ist heimelig eingerichtet: LED-Leuchten umsäumen die Betten, ein Sitzsack für Besucher steht schräg gegenüber, ein Globus steht dekorativ auf dem Nachttisch.

Der 15-Jährige schätzt das Zusammenwohnen mit den anderen Jungs. „Es fühlt sich so an, als würde ich mit vielen Geschwistern zusammenleben“, beschreibt er. Ab dem kommenden Schuljahr wird es für die Jugendlichen dann Einzel- bzw. Doppelzimmer geben.

Zeitgleiche Studiereinheit für alle Internatsschülerinnen und -schüler

Eine weitere wichtige Tageseinheit im Internat, bei der ich live dabei bin: das Studium. Im betreuten Rahmen erledigen die Internatsschülerinnen und -schüler ihre Hausaufgaben und lernen für Klassenarbeiten. Hierfür haben die Jüngeren bis einschließlich der zehnten Klasse einen eigenen Studiersaal mit persönlichen Schreibtischen. Die älteren Schülerinnen und Schüler erledigen ihre Aufgaben auf ihren Zimmern.

Die Studierzeit ist immer nachmittags und von der Länge stufen- und tagesabhängig. Ein dreiteiliger Rhythmus hat sich etabliert: Erst werden Vokabeln gelernt, darauf folgt Stillarbeit, danach gibt es die Option zum gemeinschaftlichen Lernen oder einer weiteren Ruheeinheit.

Cara und Linus sind froh über diesen festen Rahmen: „In dieser Zeit verpasst niemand etwas, weil alle anderen auch am Schreibtisch sitzen.“ Die Regelmäßigkeit und die Struktur des Studiums helfe ihnen. „Meine Noten haben sich zu früher auf jeden Fall verbessert“, reflektiert die Fünfzehnjährige.

Fragen und Antworten rund um das Thema Internat

Bis zu diesem Zeitpunkt habe ich schon viel über das Leben im Internat gelernt – neue, persönliche und unerwartete Eindrücke gewonnen. Doch bleiben noch ein paar grundsätzliche Fragen, auf die ich Antworten suche. Deshalb setze ich mich noch einmal mit den beiden, die auf ihrer Gruppe jeweils Gruppensprecher bzw. Gruppensprecherin sind, zusammen.

Was würdet ihr gerade machen, wenn ihr mir nicht alles zeigen sowie Rede und Antwort stehen würdet?

„Was man in St. Blasien eben macht“, schmunzeln die beiden. „Wir gehen oft mit Freunden in die Stadt – beispielsweise zu Lidl, Edeka oder ins Eiscafé Venezia.“ Die Mittagsgestaltung sehe bei allen unterschiedlich aus, je nachdem welche festen Freizeitaktivitäten sie wählen. Mindestens zwei Aktivitäten belegen alle Internatsschülerinnen und -schüler, davon eine sportliche. 

Linus schöpft aus den Vollen: Er hat sich gleich fünfzehn AGs und Projekten angeschlossen. Beispielsweise der Modelleisenbahn-AG – auch gibt er jüngeren Schülern Nachhilfe. Cara powert sich gerne beim Fitness-Workout aus, um den Kopf freizubekommen. Das breite Freizeitangebot am Kolleg St. Blasien ermögliche allen etwas Passendes zu finden.

Mittlerweile weiß ich schon, warum ihr euch fürs Internat entschieden habt. Doch wie genau war der Start hier am Kolleg? Wie ist es, von heute auf morgen im Internat zu wohnen?

Hier sind sich die beiden einig: Ihr Leben habe sich mit einem Mal ganz schön auf den Kopf gestellt.

„Der Anfang ist für alle schwer“, geben sie offen zu. Vor allem wegen des Heimwehs. Am Anfang hätten sie alles an Zuhause vermisst.

Geholfen habe die Gewissheit, dass es allen, die frisch an ein Internat kommen, genauso gehe. Jeder wisse, wie es sich am Anfang anfühlt. Dementsprechend groß war die Unterstützung durch die Mitschülerinnen, Mitschüler und die Vertrauenspersonen vor Ort.

In der Zwischenzeit fühlt ihr euch offensichtlich sehr wohl hier und seid bestens integriert. Wie lange hat es gedauert, an diesen Punkt zu kommen, sich richtig einzuleben?

„Die ersten drei Monate sind besonders prägend gewesen“, tragen sie ihre Erfahrungen zusammen. Hier hätten sie beide jeweils eine sprungartige Entwicklung hingelegt, was Reife und Selbständigkeit angehe. Auch eine gewisse Anpassung - für sie im positiven Sinne - habe stattgefunden. Etwa beim Kleidungsstil oder den angenommenen Ausdrücken aus der Schwarzwälder Jugendsprache.

Gerade in den Anfangsmonaten entscheide sich auch, ob neue Internatsschüler längerfristig im Internat bleiben: „Nur diejenigen, die wirklich hier sein wollen, bleiben auch hier“, weiß Linus, der aus seiner Stufe am längsten im Internat ist. 

Durchhaltevermögen zahlt sich wohl aus: „Im ersten Jahr ist alles neu, im zweiten wird alles besser“, macht Cara potenziellen Neuankömmlingen Mut.

Welche Tipps könnt ihr aus eurer Erfahrung anderen geben, die überlegen, ein Internat zu besuchen: Wie kann man sich schnell und gut einleben?

Durch eine gute Mischung aus Demut, Offenheit und Vertrauen in die Personen vor Ort, sagen sie.

„Man sollte auf jeden Fall nicht hierherkommen und so tun, als sei man schon immer hier und wisse, wie die Dinge laufen.“ Beobachten, nicht direkt alles von sich preisgeben und von denen lernen, die schon länger hier sind, sei ratsam.

Genauso wichtig sei aber auch die Offenheit, auf andere zuzugehen und „keine Angst zu haben“. Denn jeder war mal in der Situation des Neuankömmlings, das verbinde automatisch.

Für den Anfang, aber auch später sei es im Internat bedeutsam, sich eine gewisse Selbständigkeit zu bewahren und sich nicht zu sehr an andere zu klammern.
„Ein Grundvertrauen in die Erzieherinnen und Erzieher sowie weitere Ansprechpersonen hilft außerdem, hier richtig anzukommen.“

Heimweh im Internat scheint ein Thema zu sein, das hier ganz offen thematisiert wird und wohl auch nie für immer verschwindet. Habt ihr praxistaugliche Tipps gegen Heimweh im Internat?

„Wichtig ist aus meiner Sicht, dass man das Heimweh akzeptiert und zulässt, dass man fühlt, was man fühlt“, berichtet Linus offen. Oft helfen auch Gespräche mit Freunden, denen man vertraue oder den Erzieherinnen und Erziehern. „Ich habe zum Beispiel eine kleine Kiste mit Erinnerungen und Postkarten von Zuhause. Die schaue ich mir an, wenn ich mal Heimweh bekomme“, sagt Cara. Auch einen praktischen Tipp für nächtliche Notfälle hat Linus parat: „Mit der Nachtwache Tee trinken - danach ist das Heimweh auf jeden Fall weg.“ 

Ihr wohnt beide schon eine ganze Weile hier im Kollegs-Internat. Was hat sich verändert, seitdem ihr im Internat lebt?

„Es ist auf jeden Fall ein Privileg, ein Internat zu besuchen“, ist sich Cara bewusst. Gestiegen sei bei beiden die Wertschätzung allgemein, vor allem auch gegenüber der Zeit mit der Familie. 

Leider passiere es auch manchmal, dass frühere Freundschaften in die Brüche gingen. Teils durch unterschiedliche Entwicklungsrichtungen, teils durch die Entfernung. 

Für mich und sicher auch viele andere ist das Leben im Internat gedanklich mit vielen Regeln verbunden. Wie fühlt sich das für euch an?

„Die Regeln kommen von außen strenger rüber, als sie wirklich sind“, glauben die beiden. Für sie seien die Regeln okay, da sie für alle gelten. Beispielsweise sei die Handyabgabe vor dem Schlafengehen zur Routine geworden und man nutze dadurch die verbleibende Zeit sinnvoller. 

Trotzdem sei es manchmal schwierig, wenn die Regeln im Internat nicht mit den Regeln Zuhause übereinstimmen: Beispielsweise dürfen die Internatsschülerinnen und -schüler frühestens ab der zehnten Klasse in den Partykeller und Alkohol trinken, auch wenn sie vorher schon 16 Jahre alt werden. 

Generell erleichtern sich viele Dinge durch Nachfragen. Es gebe viele Dinge, die ihnen ermöglicht würden. Abends beispielsweise statt Handys Ipods zum Musikhören oder E-Books zum Lesen.

Bisher hört sich das Internatsleben aus eurer Sicht sehr positiv an. Gibt es denn auch etwas, das euch am Internatsleben stört?

Auch hier sind sich die beiden schnell einig: „Die Gerüchteküche nervt manchmal schon ziemlich.“ 

Klatsch und Tratsch bleiben natürlich nicht aus, wenn so viele Jugendliche unter einem Dach wohnen.

Ihr Insider-Tipp, um diesbezüglich möglichst gut davonzukommen: „Aufpassen, was man sagt, wem man etwas sagt und viele Dinge möglichst mit Bedacht tun.“ Ganz wichtig sei außerdem: „Wenn man mal Blödsinn gebaut hat, muss man zu seinen Taten stehen und Verantwortung dafür übernehmen.“

Was hat euch am Internatsleben überrascht?

Für beide sind die geknüpften Freundschaften das, was das Internatsleben hauptsächlich ausmacht. Hier seien die Freundschaften ganz anders, viel intensiver, als sie es zuvor erlebt haben:

„Wir teilen unser ganzes Leben, von morgens bis abends, 24/7, wir feiern unsere Geburtstage zusammen, die Privatsphäre ist nicht mehr nur die eigene, sondern eine gemeinsame. Man stimmt sich auf die anderen ein, man lernt die Blicke der anderen zu deuten - das ist wie Vokabeln lernen.“
 
Abschließend gewinne ich den Eindruck, dass das Aufwachsen im Internat eine ganz besondere Erfahrung ist. Was werdet ihr wohl für euer späteres Leben mitnehmen?

„Selbständigkeit, Struktur, Organisation, Wertschätzung – Teamwork, Führungsqualität, Verantwortung übernehmen und vor allem: anderen zuhören, wie es ihnen geht; nicht nur an sich selbst, sondern auch an andere zu denken.“

Ich bin froh, den beiden heute zugehört zu haben und dankbar dafür, dass sie mir so persönliche und offenen Einblicke in ihre Leben gewährt haben.

Ich verabschiede sie zum Abendessen. Später wird Linus im Hallenbad noch ein paar Bahnen schwimmen. Cara schaut mit einigen anderen im Heimkino einen Film an. Dann ist auch schon langsam Schlafenszeit. 

Mein Tag im Internat endet hier, für Cara und Linus geht es morgen wieder ganz normal weiter.

Linda Nier (Abi 2012)

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