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Pfingsten
Kunstprojekt „Schülerhände“

Kunstprojekt „Schülerhände“

Bildende Kunst und Arbeitsgemeinschaft Atelier unter der Leitung von der Lehrerin, Maria Panina. Mit technischer Unterstützung vom Kollegsfernsehen (KFS) und Mitwirkung vom Schüler, Louis Hutters.

 

 

Seit dem ersten Corona-Lockdown im März 2020 wurden unsere Projekte öfters unterbrochen. Umständehalber waren wir gezwungen, die Ausführung der gegebenen Situation anzupassen. Es bestand ständig die Gefahr, dass eine große Auszeit unser wichtiges Thema abbrechen würde. Somit führten wir das Ganze individueller aus, als es unter normalen Umständen der Fall gewesen wäre. 

Was Schülerhände leisten

Die Sechstklässler (Klasse 6C) konnten Architektur und Modellbau von einzelnstehenden Häusern im Gebirgsdorf noch im ersten Halbjahr anfertigen. Solche Pläne sollen immer im Präsenzunterricht entwickelt werden, sodass jeder teilnehmende Schüler das Ganze nicht aus den Augen verliert. Immer wieder platzierten die Schüler ihre puzzleähnlichen Grundstücke im BK Raum, um auszuprobieren, ob die Maßstäbe stimmten ...

Die Siebtklässler hingegen, mussten die Teile ihrer Burg, die Mauern und die Türme, bei sich zu Hause bauen. Jeder sollte nur mit vorgegebenen Maßen arbeiten, um sie später, im Präsenzunterricht in eine Konstellation zusammenbauen zu können ... Die Berg Landschaft für die Burg, mit den Terrassen unterschiedlicher Höhen, mit den Gräben und mit den strategischen Punkten, sollten sie mit ihren Kreationen zu schützen wissen.  

Mit dem Brückenbau war es einfacher, dies gerade zu Hause zu bauen. Im darauffolgenden Präsenzunterricht haben wir alle Brücken per Belastung deren Stabilität getestet. Die besten Projekte wurden prämiert ...

Was Schülerhände können

In der Atelier AG arbeiteten die Fünft-, und Sechstklässler oft mit Ton. Es war eine schmutzige Arbeit, die jedoch großen Spaß machte. Jeder lernte mit den dreidimensionalen Formen umzugehen. Besonders beim Relief, von einem geometrischen Stillleben mit traditionellen Gipsformen auf einem Podest, mussten die Schüler immer wieder die Tiefen vergleichen und analysieren, ob bei dieser Übung ihr Kegel wirklich hinter der Kugel auf derselben Fläche stand und dementsprechend tiefer wirkte ...

Tiere aus Ton ist ein beliebtes Thema. Wenn ein Schüler zwei Kilogramm Ton kriegt und zum Beispiel eine Schlange frei modellieren möchte, kann er eine wirklich besondere Schlange modellieren ...  Danach würde die getrocknete Schlange den Schrühbrand erhalten und in der Folge eine Glasur. Nach dem Glattbrand, bei 1200 Grad Celsius, im Ofen der Kunstwerkstatt des Kollegs, werden die Tiere auf Hochglanz gebracht ...

 

Was Schülerhände schaffen

Eine Hausaufgabe bei den Sechstklässlern war, die Mosaiken aus Konfetti auszulegen. Die jungen Mosaizisten bekamen jeweils einen Passepartout Kartonschnitt und eine Hand voll Konfetti. Die sollten sie nach Farben sortieren und sie so platzieren, dass eine besondere Aussage zur Geltung käme. Bei solchen filigranen Zielen, mit kleinstgeschnittenen Teilen, anhand einer Nagelschere und einer Pinzette, mehrere Stunden zu arbeiten, zu kleben, anzupassen und zu korrigieren, wird eine Menge Geduld gebraucht, Feinmotorik inklusiv ... Ein Paar Monate danach wurde es nochmal intensiv mit den Scherenschnitten gearbeitet, diesmal mit Silhouetten ... 

Eine sehr besondere Übung war, mit den Drahtfiguren zu arbeiten.  Die Schüler mussten lernen, die Drahtbiegungen mithilfe des geeigneten Werkzeugs zu vollbringen, diese dann auf einem Holzpodest oder auf einem Stein zu fixieren. Einige Schüler haben stabile Podeste aus echtem Beton gegossen ...
 

Was Schülerhände vollbringen

„Das Zeichnen ist die Mutter und der Vater aller bildenden Künste.“ Und jeder kann zeichnen lernen! Der Prozess vom Figürlichen Zeichnen und vom Skizzieren bringt Ordnung in die visuelle und wahrnehmende Welt. Es lohnt sich, zeichnen zu lernen, wenigstens es zu versuchen. Die geübten Zeichner sind oft genug auch in Mathe fit, ähnlich wie die erfahrenen Musiker. In der Atelier AG nutzten die Fünft,- und Sechstklässler übrigens auch die alten Notenablagen aus Holz, welche die Musikalische Abteilung des Kollegs nicht mehr brauchte, als Unterlagen für Skizzenblätter. Somit konnten sie sich frei im Raum einen geeigneten Platz auf einem Hocker oder auch im Stehen suchen und zeichnen. So entstanden die perspektivischen Zeichnungen des Unterrichtssaales, von stehenden oder sitzenden posierenden Menschen, von Kombinationen der Gipsfiguren auf einem Sockel, ebenso von Portraits. Viele Zeichnungen sind im Kollegs Flur zu sehen ...    
  

Was Schülerhände fertig bringen

Die Siebtklässler lernten über die Stilrichtungen in der Kunstmalerei: Vom Realismus, in den Impressionismus, Post-Impressionismus, Expressionismus, ... in die Abstrakte. Im Unterricht erhielten sie bunte künstlerische Postkarten und kopierten sie in größere Formate. Die Gemälde sind an den Kollegs Wänden zu betrachten. Neben dem Malen durften die Siebtklässler zehnminütige Präsentationen von ihren Mitschülern über die bekannten Kunstmaler und Architekten oder über bestimmte Themen anhören. Im Fernunterricht hat diese theoretische Arbeit, das Referieren mit illustrierendem Bildmaterial, besonders gut gewirkt.  

Sie arbeiteten mit Schriften, mit Werbung, mit virtuellem Plakat ... Sie lernten, wie es ist, Bauen mit der Natur, anhand des Bespannens des Holzrahmens mit Backpapier, nach japanischer Art, und anhand des Analysierens der Bauweise eines typischen Schwarzwaldhauses. 
 

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