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Pater Mertes aus dem Kolleg-Trägerverein verabschiedet

Nach neun Jahren als Kollegsdirektor ist Pater Klaus Mertes SJ am Freitag (26. Juni) vom Trägerverein des Kollegs verabschiedet worden, da er zum Schuljahresende am 31. Juli St. Blasien verlässt. Provinzökonom P. Johann Spermann SJ überbrachte den großen Dank der Jesuitenprovinz, was der erkrankte Provinzial Johannes Siebner SJ seinem „pädagogischen und geistlichen Mentor“ sicher gerne selbst getan hätte. Gerade mit seiner starken Persönlichkeit habe Mertes es geliebt, mit anderen kreativen und starken Partnern und Partnerinnen zusammenzuarbeiten. Sein wertschätzender Blick auf die Menschen, seine Liebe zur Kirche und sein Wille zur intellektuellen Redlichkeit habe ihn nicht schweigen lassen, wenn es um das Wohl der Menschen an den Schulen ging. „Was hast du aushalten müssen und was hast du freiwillig auf Deinen Schultern getragen, um als Ansprechpartner für Betroffene Deinen Beitrag zu leisten!“ so Spermann.
Doch nicht nur der Orden würdigte den herausragenden Kollegsdirektor für seine Verdienste. Finanzdezernent des Landkreises Waldshut, Michael Hajden, lobte das couragierte Wirken in Kirche und Gesellschaft. „Mit großem Gottvertrauen und entschlossenem Mut habe Mertes bewegt und in bewegten Zeiten Brücken gebaut“, sagte Bürgermeister Adrian Probst. „Damit haben Sie vielen Menschen Halt gegeben und Vertrauen bewahrt.“ Für die Mitarbeitenden dankte Barbara O‘Reilly: „Sie waren klar in Ihren Entscheidungen und offen für alle Mitarbeiter und Kollegen.“ Geschäftsführer Daniel Poznanski formulierte in seinen Abschiedsworten: „Mich hat stets die Kraft von P. Mertes beeindruckt, mit der er Themen in der Öffentlichkeit gesetzt hat, seine Strahlkraft hat dem Kolleg, dem Jesuitenorden und auch der Katholischen Kirche in Deutschland Profil verliehen.“ Schulleiter Michael Becker wertschätzte sein Leitungsverständnis: „Kontrolle ist gut, Vertrauen ist besser. So habe ich das erlebt: Zuerst einmal herrscht grundsätzlich das Vertrauen vor, dass die Mitarbeitenden ihre Arbeit gut machen. Diese Einstellung prägt das Miteinander.“ „Immer ein anregenden Gesprächspartner, der sich nicht scheut, Konflikte zu benennen und in diese auch hineinzugehen und dann lösungsorientiert voranzugehen“, betonte Internatsleiter Pater Marco Hubrig SJ.
Nach seinem Abschied aus dem Südschwarzwald wird der 65-Jährige eine Sabbatzeit beginnen und danach eine neue Aufgabe in der Seelsorge erhalten. Außerdem wird er weiter als bekannter Autor der Zeitschrift "Stimmen der Zeit" tätig bleiben.

 

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