Ignatianische Bildung verbindet – JECSE zu Gast in St. Blasien
Zum Abschluss einer Reise zu ignatianischen Schulen in Deutschland besuchen JECSE-Direktorin Agnieszka Baran und Gabriele Hüdepohl, Delegatin für Schulen der Zentraleuropäischen Provinz der Jesuiten, das Kolleg St. Blasien.
Wie sieht ignatianische Bildung heute aus – und was können Schulen innerhalb des europäischen und weltweiten Netzwerks voneinander lernen? Mit diesen Fragen besuchen Agnieszka Baran, Direktorin des Jesuit European Committee for Primary and Secondary Education (JECSE), und Gabriele Hüdepohl, Delegatin für Schulen der Zentraleuropäischen Provinz der Jesuiten, das Kolleg St. Blasien.
In den vergangenen Tagen führte ihre Reise bereits zu verschiedenen ignatianischen Netzwerkschulen in Berlin, Dresden, Bonn und Mainz. Den Abschluss bildet nun St. Blasien. Dabei lernen die beiden Besucherinnen mit dem Kolleg eine Schule kennen, in der Schule und Internat eng miteinander verbunden sind und Bildung, Erziehung und Begleitung junger Menschen gemeinsam gedacht werden.
Bei Gesprächen und Begegnungen mit Schülerinnen und Schülern, der Kollegsseelsorge und der Kollegsleitung erhielten Agnieszka Baran und Gabriele Hüdepohl Einblicke in den Schul- und Internatsalltag. Vorgestellt wurden dabei insbesondere das pädagogische Konzept des Kollegs, die Verbindung von Unterricht und Internat sowie die verschiedenen Formen der Begleitung und Persönlichkeitsbildung.
JECSE – ein europäisches Netzwerk
JECSE steht für Jesuit European Committee for Primary and Secondary Education und verbindet die Jesuiten- und ignatianischen Schulen in Europa. Das Netzwerk fördert den Austausch zwischen den Schulen, ihren Leitungen, Verantwortlichen für Schulpastoral und Pädagoginnen und Pädagogen. Zugleich ist JECSE Teil des weltweiten Netzwerks jesuitischer Bildung und mit der internationalen Plattform Educate Magis verbunden. In Europa unterstützt das Netzwerk ignatianische Bildung für mehr als 170.000 Schülerinnen und Schüler.
Auch die Zentraleuropäische Provinz der Jesuiten verfügt über ein Netzwerk von Jesuitenschulen und Schulen, die sich der ignatianischen Pädagogik verbunden wissen. Gabriele Hüdepohl koordiniert als Delegatin des Provinzials deren Zusammenarbeit und Weiterentwicklung über Ländergrenzen hinweg. Ein wesentliches Ziel ist es, das gemeinsame ignatianische Profil zu stärken und zugleich voneinander zu lernen.
Ein weltweites Netzwerk, das am Kolleg lebendig wird
Die Zugehörigkeit zu diesem Netzwerk ist für das Kolleg St. Blasien weit mehr als eine organisatorische Verbindung. Jesuitische Bildung lebt weltweit von der Idee, über Länder, Sprachen und Kulturen hinweg miteinander verbunden zu sein und gemeinsam junge Menschen zu Persönlichkeiten zu bilden, die Verantwortung für andere und für die Welt übernehmen.
Wie wertvoll dieses weltweite Netzwerk ist, zeigt sich am Kolleg ganz konkret: in zahlreichen Partnerschaften, Begegnungen und Austauschprogrammen mit anderen Jesuitenschulen. Schülerinnen und Schüler erleben dadurch, dass die ignatianische Bildungstradition nicht an den Grenzen des Schwarzwalds endet, sondern Teil einer internationalen Gemeinschaft ist.
Der Besuch von Agnieszka Baran und Gabriele Hüdepohl bot deshalb nicht nur Gelegenheit, das Kolleg und sein pädagogisches Profil vorzustellen. Er war zugleich Ausdruck einer Verbundenheit, die Jesuitenschulen in Europa und weltweit miteinander verbindet – und aus der immer wieder neue Begegnungen, Ideen und gemeinsame Projekte entstehen.