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Grußwort von Pater General Arturo Sosa SJ

P. General Arturo Sosa SJ hat zur Gründung der neuen Jesuitenprovinz Zentraleuropa ein Grußwort verfasst:
Liebe Mitbrüder, Partner und Freunde der Gesellschaft Jesu,
der heutige Tag ist sehr wichtig für die Jesuiten und ihre Partner in der Sendung, die in Österreich, Deutschland, Litauen, Lettland, Schweden und der Schweiz mitarbeiten. Unsere neue Ausrichtung unserer Sendung in der Region hat dazu geführt, dass die bisherigen Verwaltungsstrukturen der Gesellschaft in diesen Ländern durch die Zentraleuropäische Provinz der Gesellschaft Jesu ersetzt werden. Dem ging ein langer Prozess der Unterscheidung und Vorbereitung voraus.
Dafür waren viel Reflexion, Anstrengung und Arbeit erforderlich. Der Prozess hat Ihnen ermöglicht, neue und spannende Möglichkeiten zu entdecken. Manchmal waren Sie aber auch vor die Herausforderung gestellt, sich mit Meinungsverschiedenheiten auseinanderzusetzen. Heute können wir sagen, dass sich die Mühe gelohnt hat, denn die Aussicht auf neue Synergien in der Sendung ist viel größer. Ich möchte allen von Herzen danken, die in besonderer Weise zu diesem Prozess beigetragen haben. Vor allem den Ökonomen und Konsultoren der vier Provinzen Österreich, Deutschland, Litauen und Lettland und der Schweiz, den Mitgliedern der Steuerungsgruppe, den Moderatoren des Prozesses und all denen, die in vielfältiger Weise Ratschläge gegeben haben.
Ich danke allen Jesuiten und ihren Partnern für diesen gemeinsamen Weg zur Gründung der neuen, Provinz, der heute ja nicht endet. Es ist eine neue Erfahrung ausgehend von einer langen und komplexen Tradition. Ich freue mich sehr, weil schon der gesamte Unterscheidungsprozess gezeigt hat, dass die Gründung der Zentraleuropäischen Provinz nicht nur eine organisatorische Angelegenheit ist, sondern eine Reaktion auf die Veränderungen und Herausforderungen der Zeit wie auch des Ordens.
Man muss darauf achten, dass die Provinz ihre Strukturen so gestaltet, dass sie ein funktionierendes und flexibles Instrument für die Sendung sind. Ich bitte Sie, auch weiterhin auf die Zeichen der Zeit zu achten und die Früchte des gegenwärtigen Wandels genau auszuwerten, damit die Strukturen zu immer besseren Instrumenten unserer Sendung in der heutigen Zeit werden.
Ich habe noch einen Grund, mich zu freuen über die neue Provinz: Die Gesellschaft Jesu bestand von Anfang an aus Mitgliedern, die in verschiedenen Sprachen kommunizierten und war deshalb interkulturell geprägt. In der Gesellschaft Jesu konnte eine versöhnte Einheit der Unterschiede erreicht werden, womit sonst Spannungen oder sogar Schlimmeres ausgelöst werden. Ihre neue Provinz nimmt mit ihrer kulturellen und sprachlichen Vielfalt direkten Bezug auf den Anfang des Ordens. Die heutige Welt und Europa sind nicht einfacher als zur Zeit der Ordensgründung. Europa, die Welt und die Kirche brauchen deshalb nach wie vor Menschen, die fähig sind, im Streit zur Versöhnung beizutragen, Menschen, die fähig sind, eine Einheit in Verschiedenheit zu schaffen, die keine Uniformität ist, sondern ein neuer gemeinsamer Reichtum, den niemand allein schaffen kann.
Es ist wichtig, die unterschiedlichen Kulturen der Herkunftsprovinzen zu achten, um in der Sendung im richtigen Kontext arbeiten und den Menschen vor Ort immer wieder begegnen zu können. Daher bitte ich Sie, neu aufeinander zu hören und voneinander zu lernen, um so neue Qualitäten und Synergien zu finden, die durch das Zusammenkommen möglich werden.
Von Herzen wünsche ich Ihnen allen, dass Sie die guten Früchte dieses Wandels ernten mögen, die die Gründung der Zentraleuropäischen Provinz der Gesellschaft Jesu darstellt. Möge der Hl. Petrus Canisius, den der Hl. Ignatius als Missionar in Ihre Länder ausgesandt hat und dessen Gedenken wir heute feiern, Ihnen allen die Gnade und den Segen Gottes erwirken.

 

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