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Zwei Monate China

Seit Anfang März leben sieben Kollegianerinnen und Kollegianer der Klassenstufe 10 für zwei Monate in China, um ihre Sprach- und Kulturkenntnisse vor Ort zu vertiefen. Hier folgt ein weiterer Wochenbericht unserer Schülergruppe aus Jiangyin:
In der fünften Woche unseres Aufenthalts in China wurde uns immer mehr bewusst, wie sehr sich unser Alltag inzwischen eingespielt hat. Gleichzeitig waren es gerade die vielen kleinen und größeren Besonderheiten, die diese Woche besonders gemacht und uns immer wieder neue Einblicke in die chinesische Kultur sowie den Schulalltag ermöglicht haben. Der Schwerpunkt lag weiterhin auf dem Chinesischunterricht, in dem wir unsere Sprachkenntnisse intensiv verbessern konnten. Ergänzend dazu standen regelmäßig Fächer wie Kalligrafie, Kunst und Sport auf dem Stundenplan.
Direkt zum Wochenbeginn gestalteten und bemalten wir im Kunstunterricht traditionelle chinesische Masken. Dabei konnten wir nicht nur kreativ arbeiten, sondern auch kulturelle Hintergründe besser verstehen.
Ein besonderes Highlight war der Ausflug am Dienstag gemeinsam mit der Mainschool nach Nanjing. Dort besuchten wir zwei verschiedene Orte und erhielten im Museum eindrucksvolle Einblicke in Geschichte und Kultur. Auffällig war für uns, dass Traditionen wie das Verbeugen oder das gemeinsame Singen der chinesischen Nationalhymne noch ungewohnt sind – umso spannender war es, diese Unterschiede unmittelbar zu erleben.
Zur Wochenmitte sorgte unsere „Shoppingstunde“ wie gewohnt für eine willkommene Abwechslung. Im Computerunterricht konnten wir zudem erstmals eine Vase in 3D gestalten – eine neue und spannende Erfahrung.
Am Donnerstag besuchten wir eine Senior High School. Wir erhielten Einblicke in den Untericht, besonders beeindruckt hat uns die Offenheit und Freundlichkeit der chinesischen Schülerinnen und Schüler.
Am Freitag fand bis zum Nachmittag regulärer Unterricht statt, doch die Vorfreude auf das Wochenende war bereits spürbar. Für zusätzliche Abwechslung sorgte ein Filmnachmittag mit „Heidi“ auf Schweizerdeutsch – eine ungewohnte, aber sehr unterhaltsame Erfahrung. Nach Schulschluss verließen die meisten Schülerinnen und Schüler das Gelände, sodass eine ungewohnt ruhige Atmosphäre entstand.
Das Wochenende begann mit einem Ausflug nach Suzhou gemeinsam mit Herrn Zhen. Dort erkundeten wir zunächst einen großen Park und besuchten anschließend eine Shopping Mall. Besonders das sonnige Wetter machte diesen Tag zu einem echten Highlight. Zudem freuten wir uns, dass es uns ausnahmsweise erlaubt war, Essen zu bestellen – etwas, das unter der Woche normalerweise nicht möglich ist.
Den Sonntag gestaltete jede und jeder individuell: Während einige die Ruhe auf dem Schulgelände genossen, nutzten andere die Gelegenheit, Jiangyin weiter zu erkunden.
Rückblickend war die Woche in ihrem Ablauf zwar ähnlich wie die vorherigen, wurde jedoch durch die zahlreichen Aktivitäten deutlich abwechslungsreicher. Gleichzeitig wird uns immer bewusster, dass sich unser Aufenthalt langsam dem Ende nähert. Dieser Gedanke ist mit gemischten Gefühlen verbunden: Wir freuen uns auf das, was noch vor uns liegt, wissen aber auch, dass wir diesen besonderen Alltag bald hinter uns lassen müssen – ein Abschied mit einem lachenden und einem weinenden Auge.

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