70. Todestag von P. Alois Grimm SJ
Das Kolleg erinnert am 11. September an den 70. Todestag des ehemaligen Kollegslehrers P. Alois Grimm SJ (1886-1944). Er gehörte 1934 zu den Pionieren, die mit der deutschen Abteilung aus Feldkirch nach St. Blasien umzogen und bis zur Schließung des Kollegs 1939 als Latein-Griechisch-Deutschlehrer wirkte. Das Kolleg war der NSDAP ein Dorn im Auge von Anfang an. Auch P. Grimm war ihnen verdächtig, so dass er 1938 erstmals verhört wurde und bei seiner durch die Schließung des Kollegs erzwungenen Umsiedlung nach Feldkirch wurde er der dortigen Gauleitung schon als verdächtiger Staatsfeind gemeldet. Er hielt mutige Predigten und geißelte vor allem den Anspruch der Partei auf den ganzen Menschen mit dem Hinweis, dass Christus der einzige Gesetzgeber sei, dem der Mensch verpflichtet ist. Man stellte ihm eine Falle, schickte einen jungen Soldaten, einen Spitzel der Gestapo, zu ihm, der vorgab, konvertieren zu wollen, um ihn so zu Äußerungen gegen das Regime zu provozieren, was auch gelang. Im Oktober 1943 wurde P. Grimm verhaftet und nach Innsbruck überstellt. Von dort wurde er nach Berlin gebracht und wegen Wehrkraftzersetzung zum Tode durch das Fallbeil verurteilt. Auf Umwegen gelangte seine Urne nach St. Blasien, wo sie hinter der Gedenktafel vor der Hauskapelle beigesetzt wurde.