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Einen Tag große Weltpolitik im Internat

Am vergangenen Wochenende fand unser alljährlicher Projekttag „Tag für Eine Welt“ im Internat statt. Diesmal Corona-bedingt ganz anders, da sich die einzelnen Gruppen nicht mischen durften und wir keine externen Referenten einladen konnten. Nachdem wir in den letzten Jahren ökologischen Themen den Vorrang gaben, entschied sich das Vorbereitungsteam diesmal für ein politisches Thema: Wie können die Vereinten Nationen in Krisenregionen der Welt intervenieren, sodass Kriege beendet und Armut beseitigt werden?
Die Schülerinnen und Schüler sollten in die Rolle von (Hilfs-)Organisationen (z.B. UNICEF, WHO, Amnesty International, NATO & Weltbank) schlüpfen, um im Auftrag der Vereinten Nationen die Situation in jeweils einer Krisenregion zu analysieren und im Anschluss verschiedene Handlungsempfehlungen für eine UN-Resolution des UN-Sicherheitsrates erarbeiten, die dann auch feierlich „verabschiedet“ wurde. Im Anschluss sollten die Jugendlichen noch eine Zukunftsvision skizzieren, wie sich bis zum Jahr 2035 das von ihnen untersuchte Land durch die von ihnen erarbeiteten Handlungsempfehlungen zu Frieden und Wohlstand entwickelt hat. Diese Zukunftsvisionen bzw. Nachrichtenmitteilungen über die Auswirkungen der UN-Handlungen konnten die Gruppen in der Form einer Tagesschau im Kollegsfernsehen (KFS) aufnehmen.
Jede der elf Gruppen bekam ein Land zugeteilt bzw. musste sich eins von elf Ländern aussuchen (Jemen, Myanmar, Afghanistan, Venezuela, Nordkorea, Irak, Mali, Äthiopien, Haiti und Sudan). Die knapp 200 jungen Menschen konnten sich gut auf dieses politische Planspiel einlassen und kamen bei den methodisch unterschiedlichen Diskussions- und Entscheidungsrunden auf ihre Kosten – immerhin handelte es sich um ein Plan-Spiel, aber sie kamen auch zu beachtlichen Erkenntnissen und Ergebnissen. Diese Ergebnisse können gegenwärtig in einer Video-Präsentation im Eingang zum Kolleg begutachtet werden.
Mit diesem Thementag wollten wir im Sinn eines ganzheitlichen Bildungsauftrags den Akzent auf politische und soziale Bildung setzen: Mal über den eigenen Tellerrand hinausschauen, den Blick weg von den eigenen Bedürfnissen auf prekäre Orte der Welt richten und überlegen, wie die Welt durch ein Zusammenwirken der Staatengemeinschaft verbessert werden kann. In der ignatianischen Pädagogik gibt es das Ideal „Mensch werden für andere“. Wir hoffen, dass wir durch diesen Thementag dieses Ideal durch politisches Denken und Verantwortungsübernahme für eine bessere Welt ein wenig näher bringen konnten.
Ein großer Dank an die Schülerinnen und Schüler für ihr aktives Mitdenken und -diskutieren, ebenso an die Erzieherinnen und Erzieher in ihrer Rolle als US-Sonderbotschafter. Ein großes Dankeschön an das Kollegsfernsehen (KFS) in Person von Patrick Priese und an diejenigen, die diesen Tag inhaltlich vorbereitet haben und dafür sorgten, dass für einen Tag „Weltpolitik“ im Kolleg zu Gast war.
 

 

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