So sagen wir es und darum bemühen wir uns. Ein neuer Eckpfeiler dieses
Bemühens ist das Sozialpraktikum am Kolleg St. Blasien, ein Projekt sozialen
Lernens.
„Ich habe in der Schule unendlich viel Stoff zu
lernen bekommen. Das Allermeiste davon werde ich wohl bald vergessen
haben. Die Erfahrungen dieser 10 Tage aber bleiben mir sicher in
Erinnerung.“
Die Klasse 11c hat im April 2005 den ersten Modellversuch gestartet – ab 2006
soll das Sozialpraktikum für alle 11.-Klässler (inkl. Kl. 10a) stattfinden.
Die Schülerinnen und Schüler waren in 12 verschiedenen Einrichtungen der
näheren Umgebung tätig, in Krankenhäusern, Kindergärten, bei psychisch Kranken
und in Behinderteneinrichtungen. Vorbereitet und begleitet wurde dies durch den
Unterricht und eine umfassenden Reflexion.
Was soll's?
„Einmal beim Frühstück kamen drei Mädchen mit
ihren Müttern auf mich zu, umarmten mich und sagten zu ihren Eltern, ich
sei ihre ‚beste Freundin’!“
aus dem gewohnten Trott heraus
den üblichen Blickwinkel verlassen
neue Positionen beziehen
Fremdes entdecken
Unrecht und Ausgrenzung erkennen
mich selbst einbringen und erproben
andere Lebensumstände begreifen
Menschen begegnen
den Blick weiten
Neuland begehen ... in mir, zwischen uns
und vielleicht auch in Richtung Gott
Ziele
„... die alltägliche Konfrontation mit
verschiedensten Charakteren gibt einen Einblick, welchen man in 13
Jahren Schule leider nicht bekommt.“
im christlichen Sinne Helfen lernen
bewusst für andere Menschen da sein
Erfahrungen mit den Schattenseiten des Lebens sammeln - Krankheit,
Gebrechlichkeit, Alter – und Berührungsängste abbauen.
durch die Begegnung mit Grenzen, mit Krankheit, mit Leid, mit Entwürdigung
und mit den unterschiedlichsten Facetten des Lebens offen werden für
existentielle Fragen.