Die Jesuiten sind mit gut 20.400 Mitgliedern die weltweit größte
Ordensgemeinschaft der katholischen Kirche. Die Mitglieder des von Ignatius von
Loyola (1491 – 1556) gegründeten Ordens sind keine Mönche; sie tragen kein
Ordenskleid, kennen keine gemeinsamen Gebetszeiten und keine klösterliche
Ordnung – man spricht von einem „apostolischen“ Orden. Schon bald nach der
päpstlichen Bestätigung 1540 engagierten sich Jesuiten in allen Erdteilen.
An der Spitze der Gesellschaft Jesu (lateinisch „Societas Jesu“ und daher das
Kürzel SJ) steht der auf Lebenszeit gewählte Generalobere. Seit 1983 ist dies
als 28. Nachfolger des Hl. Ignatius der Niederländer Peter-Hans Kolvenbach SJ.
Der Orden ist in überschaubare Provinzen gegliedert und unterhält gegenwärtig
Niederlassungen in 127 Staaten der Erde.
Da der apostolische Einsatz der Jesuiten nicht auf bestimmte Tätigkeiten
beschränkt ist, arbeiten die Mitglieder des Ordens zusammen mit weltlichen
Fachkräften in den verschiedensten Bereichen: in Glaubensverkündigung und
Katechese, in theologischer Forschung und Wissenschaft, in Bildungs- und
Jugendarbeit, in der Sozial- und Flüchtlingsarbeit, am geistlichen Zentren für
Exerzitien und im Medienbereich.