Am 1. Mai 1946 haben die Jesuiten unter schwierigsten Bedingungen wieder neu mit ihrer pädagogischen Arbeit angefangen.
1977 bedrohte eine große Brandkatastrophe erneut die Existenz des Kollegs. Außerordentliches Engagement vieler am Kolleg Interessierter ermöglichten den Wiederaufbau; es brachte auch ganz neue Impulse in Schule und Internat.So wurde z.B. 1989 neben dem Jungeninternat ein Mädcheninternat eröffnet. Am Anfang durchaus mit kritischen Blicken betrachtet, ist es inzwischen Normalität geworden. Mit ca. 200 Jungen und ca. 130 Mädchen ist das Internat in seiner Entwicklung stabil, trotz einer schwierigen Entwicklung in der europäischen Internatslandschaft. Das Interesse am Jesuiten-Kolleg in St. Blasien bleibt bestehen. Das Kolleg vermag mit seinem Programm der "jesuitischen Erziehung" in der heutigen Bildungsarbeit und Schullandschaft eigene spezifische Akzente zu setzen.
Die Jesuitenkommunität vor Ort besteht aus 12 Mitgliedern, die gemeinsam auf dem Kollegsgelände im Alois-Grimm-Haus (altes Forsthaus) leben. Fast alle haben in unterschiedlicher Weise mit dem Kolleg zu tun, die Jüngeren voll eingespannt in das Kollegsleben, die älteren sind noch aktiv im handwerklichen Bereich, im Archiv und mit Nachhilfeunterricht oder verbringen hier einfach ihren Ruhestand. Außerdem stellt der Orden den Pfarrer des Domes, Pater Singer SJ.